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Halbtageswanderung am 01.03.2012  
[Einladung]

Quellengebiet der Weschnitz

Wanderführer: G. u. O. Adler

„Über die Walburgiskapelle zur Weschnitzquelle“.

Bilderstrecke 01.03.2012

Das Wetter hätte nicht schöner sein können, als 51 Wanderfreunde den Vorfrühlingstag nutzten und ins obere Weschnitztal fuhren. Die Weschnitz ist einer der drei wichtigsten Flüsse, die den Odenwald entwässern. Während sie nach Westen fließt, haben die Gersprenz und die Mümling ihre Fließrichtung nach Nordosten. Sie ist ein 58,9 km langer Nebenfluss des Rheins im Süden Hessens und Norden Baden-Württembergs. Der Name Weschnitz wird auf den Namen eines keltischen Flussgottes Visicius zurückgeführt. Sie entspringt in Hammelbach, einem Ortsteil von Grasellenbach, fließt in Windungen durch Weschnitz, Fürth, Rimbach, Mörlenbach, verlässt in Weinheim den Odenwald und tritt in die Oberrheinische Tiefebene ein. Hier teilt sie sich in zwei Arme, die Alte Weschnitz und die Neue Weschnitz und bildet so die etwa 10 km lange Weschnitzinsel. Bei Lorsch vereinigen sich beide Arme und über Einhausen, Biblis mündet sie in der Nähe des stillgelegten Kernkraftwerks Biblis in den Rhein.

Unsere Wanderung begann an der Wegscheide und führte aufwärts zur Walburgiskapelle. Sie liegt auf dem Kapellenberg am Steilhang über der jungen Weschnitz und bot uns Wanderern einen traumhaften Blick auf das Tal und die höchsten Berge des vorderen Odenwaldes.

Die Kapelle soll an der Stelle eines Heiligtums aus vorchristlicher Zeit errichtet worden sein. Seit karolingischer Zeit sind hier Wallfahrten überliefert. Belegt ist ein Kapellenbau von 1671, ein weiterer folgte 1815. An diese kleine rechteckige Kapelle wurde 1935 - 1937 ein schlichter Saalbau aus Bruchsteinen angebaut. Die kleine Kapelle dient jetzt im Hintergrund als Altarraum. Walburga, die im 8.Jh lebte, stammte aus England und sie folgte mit ihren Brüdern Willibald und Wunibald ihrem Onkel, dem Missionar Bonifatius ins Frankenland. Willibald wirkte im Altmühltal, er wurde 787 im Eichstätter Dom beigesetzt.
Wunnibald, dessen Missionsgebiet im Hahnenkamm Bergland oberhalb Treuchtlingen lag, starb 761 und ruht im Heidenheimer Münster. Ob Walburga, die als Benediktinerin ausgebildet wurde und in Heidenheim wirkte, ihren Weg dorthin über Worms und Lorsch auf Pfaden durch den Odenwald nahm und dabei den Weschnitzer Kultberg besuchte, es wäre nahe liegend, ist aber nicht belegt. Sie starb 779 und ruht in der nach ihr benannten Walburgisgruft in der Eichstätter Abteikirche. Ihre Grabplatte soll angeblich das heilkräftige „Walburgisöl“ (reines Wasser) absondern. Sie wird im ländlichen Bereich als Heilige verehrt und sie ist Schutzpatronin des Weschnitztals.

Von der Walburgiskapelle führte die Wanderung weiter durch den Wald zum oberen Gassbachtal und abwärts nach Hammelbach zum Quellteich der Weschnitz. Die Quelle wurde 1952 in Stein gefasst. Nach einer Pause mit Umtrunk ging es dann kurz etwas steiler aufwärts und über einen Panoramaweg abwärts nach Weschnitz zur Schlussrast ins Gasthaus „Zur Linde“.
Ein ausgesprochen schöner Wandertag fand hier seinen Ausklang.

Wanderstrecke: 9 km - Teilnehmer: 51 Wanderfreunde

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