Odenwaldklub Gernsheim e.V.
  Homepage des Odenwaldklubs Gernsheim
  
Chronik
 
Inhalte
Wir über uns
Der aktuelle Wanderplan
Chronik
Bildergalerie
Gästebuch
Links
Infos
Impressum
Kontakt
Ganztageswanderung am 18.03.2012  
[Einladung]

Breuberger Land

Wanderführer: G. u. O. Adler, H. u. I. Wittmann

Über die Burg Breuberg

Bilderstecke 18.03.2012

Zwischen einer ausgedehnten Schönwetterperiode hatten wir für unsere Wanderung den einzigen Regentag, bei dem sich die Sonne nur selten zeigte, erwischt. 42 Wanderfreunde trotzten dem Wetter und fuhren in den Odenwald ins Breuberger Land.
Unsere Wanderung begann in Höchst. Der Ort im Mümlingtal war schon um 1200 Verwaltungs- und Gerichtsmittelpunkt. Das mächtige Kloster zu Fulda gründete in dieser Zeit das Filialkloster Höchst des Augustinerordens. 1503 verließ die letzte Nonne das Kloster und 1511 wurde es mit Benediktinerinnen neu besetzt. Im Laufe der Reformation erfolgte 1568 die Auflösung des Klosters. Die in der Folge stark erweiterte Anlage ist seit 1957 im Besitz der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau. Erhalten ist der Kirchturm aus der Gründungszeit. Seit 2004 dient das ehemalige Kloster Höchst als Jugendbildungsstätte. Durch Gebiets- und Verwaltungsreform hat Höchst acht Ortsteile mit insgesamt 10 000 Einwohnern, dazu zählen Pfirschbach, Hummetroth, Mümling-Grumbach, Hassenroth, Hetschbach, Annelsbach, Dusenbach und Forstel.
Die lange Tour begann an der romantischen Obrunnschlucht. 1857 wurde sie entdeckt und erstmals erwähnt. Der 1882 gegründete Odenwaldklub machte sie begehbar. Mitte des 20. Jahrhunderts entstanden aus einer Privatinitiative an besonders schönen Stellen der Schlucht mehrere Modelle von Burgen, Schlössern, Mühlen und Waldhütten etwa im Maßstab 1 : 20. Auch einige Skulpturen aus der Sagen- und Märchenwelt findet man entlang des Obrunnbaches.
Ein schweres Unwetter 1953 zerstörte nahezu alle Miniaturen und Holzbrücken in der Schlucht. Höchster Bürger machten sich an den Neuaufbau. Heute werden immer wieder durch Wandalismus Objekte zerstört.
Durch die Schlucht ging es leicht aufwärts, am Ort Rimhorn vorbei, über den Dammberg und abwärts ins Mümlingtal nach Breuberg-Neustadt. Ein kurzer, etwas steiler Pfad brachte uns zur Burg Breuberg.
Sie war einst Schutzburg von Höchst, heute Wahzeichen der Gegend und Namensgeberin der 1971 durch den Zusammenschluss von Neustadt und mehreren Gemeinden gebildeten Stadt Breuberg. Ebenso wie die Veste Otsberg wurde die Burg wahrscheinlich um 1200 von der Reichsabtei Fulda gegründet, um Besitztümer im Odenwald, wie zum Beispiel das Kloster Höchst, zu sichern. Anfang des 17.Jh wurde sie im Spätrenaissancestil schlossartig ausgebaut. Es ist belegt, dass der Bergfried und das spätromanische Portal der Kernburg aus der frühesten Bauphase der Burg stammen. In ihrer wechselvollen Geschichte war sie im Besitz verschiedener Grafengeschlechter. 1919 erwarb das Deutsche Jugendherbergswerk, das ab 1940 zur Hitlerjugend gehörte, die Burg, die damit Eigentum des Deutschen Reiches wurde. Im 2. Weltkrieg waren dort Zwangsarbeiter untergebracht, an die eine Tafel am Eingangstor der Burg erinnert. 1946 ging die Burg auf Anordnung der Militärregierung in den Besitz des neugegründeten Landes Hessen über. In ihren Mauern befindet sich eine der schönsten Jugendherbergen, eine Gaststätte und das Breuberg-Museum.

Hier an der Burg begann auch die Kurzwanderung. Zunächst verlief der Wanderweg rund um die Burg und abwärts zum Parkplatz an der Schutzhütte „Gustavsruhe“. Anschließend ging es ständig leicht aufwärts über einen nördlich gelegenen Höhenzug, mit dem die Burg über einen schmalen Sattel verbunden ist. Dort verläuft auf der Höhe die „ Alte Frankfurter Straße“, ein mittelalterlicher Handelsweg, der auch schon in der Römerzeit benutzt wurde. Unsere Wanderung verlief ein großes Stück auf dieser historischen Straße. Wir kamen zum Parkplatz „Rondell“ und weiter über den Galgenberg abwärts nach Höchst zur Schlussrast in die Pizzeria „Zum Engel“. Eine abwechslungsreiche Rundwanderung über die Burg Breuberg fand hier, bei bester Bedienung und ausgesprochen guten italienischen Speisen, seinen Ausklang.

Wanderstrecke: 20 km und 11 km

Teilnehmer: 42

Alle Logos und Warenzeichen auf dieser Seite sind Eigentum der jeweiligen Besitzer und Lizenzhalter.
Im übrigen gilt Haftungsausschluss. Weitere Details finden Sie im Impressum.
Seitenerstellung in 0.02 Sekunden