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Halbtageswanderung am 14.06.2012  
[Einladung]

Regionalpark Rhein-Main

Wanderführer: Gertrud Adler, Maria Goetz, Gertrud Unger

Nachmittagswanderung am 14. Juni 2012
„Auf dem Rheingauer Rieslingpfad von Wicker nach Hochheim“.
Teilnehmerzahl: 39 Wanderfreunde
Wanderstrecke: 9 km

Bilderstrecke 14.06.2012

Der Regionalpark Rhein-Main war das Ziel der Wanderung. Stück für Stück entstand in den letzten Jahren im Ballungsraum ein Netz aus attraktiven Rad- und Wanderwegen, bis heute etwa 350 km Regionalparkrouten. Das geplante Routennetz von über 125o km erstreckt sich vom Frankfurter Grüngürtel, dem Herz des Regionalparks, westlich bis nach Rüdesheim im Rheingau, nördlich bis in die Wetterau, vom Hessischen Ried im Süden bis weit in das Kinzigtal nach Osten.
Die Wanderung begann in Massenheim, einem Stadtteil von Hochheim Es ging durch die Weinberge nach Wicker, eine der ältesten Weinbaugemeinden im Rheingau. Ein Sandsteinbogen steht symbolisch für den geographischen Beginn des Rheingaus. Schon in einer Urkunde aus dem 10. Jahrhundert ist vom Weinbau die Rede. 1972 war der Zusammenschluss mit Flörsheim und Weilheim.
Der Rieslingpfad führte anschließend zur Flörsheimer Warte. Der historisch anmutende Turm wurde 1996 als Aussichtsturm mit integrierter Gastronomie erbaut. Unweit davon gab es im Mittelalter tatsächlich einen Wachturm, der allerdings 1817 abgerissen werden musste. Weiter führte die Wanderung durch die bekannte Weinbergslage St. Anna Kapelle. Sie liegt im Bereich der Wiesenmühle. Dort befindet sich die im Jahre 1715 erbaute St. Anna Kapelle, die der „heiligen Anna selbdritt“ gewittmet ist. Anna selbdritt bezeichnet im späten Mittelalter in der christlichen Kunst eine Darstellung der heiligen Anna mit Tochter Maria und dem Jesusknaben.
Unweit der Kapelle steht seit 2007 ein 18 m hoher sprechender Eisenbaum, eine begehbare Plastik mit Aussichtsplattform auf 9 m Höhe. Caspar David Friedrichs „Eiche im Schnee“ soll als Vorbild gedient haben. Für die Regionalparkplaner soll der Baum so etwas wie ein Mahnmal darstellen. Der Baum ist so konstruiert, dass ihn jedermann sofort als Kunstprodukt erkennt, doch kann man dasselbe von genetisch veränderten Pflanzen behaupten?
Der Rieslingpfad führte über den Wickerbach und durch das Naturschutzgebiet Falkenberg ging es hinab zum Main. Der Wanderweg passierte die Weinlage „Königin Victoria“. Hier erinnert das neugotische Königin Victoria Denkmal an den Besuch der englischen Queen 1845 in Hochheim. Sie war von dem Hochheimer Riesling derart begeistert, dass sich in England das Sprichwort entwickelte: Good Hock keeps off the doc, also Guter Hochheimer erspart den Arzt.
Die Wanderung führte weiter durch die Hochheimer Weinlagen. Mit gut 240 ha Rebfläche gehört Hochheim zu den großen Weinbaugemeinden. Anschließend ging es zum weithin sichtbaren Wahrzeichen der Stadt, der Barockkirche St. Peter und Paul. Sie ist Hessens einzige spätbarocke Freso-Kirche. Sie wurde 1730 - 32 auf dem Fundament der Vorgängerkirche erbaut. Die Fresken im Kirchenschiff, Hochchor und an den beiden Emporenbrüstungen stammen aus dem Jahr 1775 und sind sehenswert. Ein besinnliches Verweilen in dieser wunderschönen Kirche tat den Wanderern gut. Ein kurzer Gang durch die Altstadt führte direkt zur Schlussrast in die Gutsschänke Preis.
Nach einem gemütlichen Zusammensein bei einem guten Glas „Hock“, ging es durch die Altstadt zum Bus. Im Zentrum der historischen Altstadt steht eine der schönsten Rokoko-Plastiken im gesamten Rhein Main Gebiet, die aus dem Jahr 1770 stammende "Hochheimer Madonna".

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