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Halbtageswanderung am 04.10.2012  
[Einladung]

Bergstraße-Odenwald

Wanderführer: Gertrud Adler, Ingrid Wittmann

„Über den Bensheimer Kirchberg zum Schönberger Kreuz“

Bilderstrecke 04.10.2012

Teilnehmer: 29 Wanderfreunde
Wanderstrecke: 10 km

Nichts ahnend auf das Kommende ging die Wanderung zunächst ein kleines Stück durch die Altstadt von Bensheim, vorbei an einer kleinen Parkanlage mit Brunnenfigur, ein Denkmal, das an die „Fraa vun Bensem“ erinnern soll. Diese legendäre Bensheimer Frau soll, der Überlieferung nach, im Dreißigjährigen Krieg den bayrischen Truppen einen Geheimweg in die Stadt gewiesen haben, als diese am 2. Dezember 1644 in die Stadt eindrangen und die französischen und schwedischen Truppen, die Bensheim am 20. November 1644 erobert hatten, vertrieben. Die Wanderung führte anschließend durch die Rebhänge aufwärts zum 221 m hohen Kirchberg. Die Löss- und Kalkböden des Kirchberges sorgen mit dafür, dass sich am Südhang zwei der besten Weinlagen der Hessischen Bergstraße, die Lagen „Kirchberg“ und „Kalkgasse“ befinden. Beide Lagen gehören zur Bensheimer Großlage „Wolfsmagen“. Oben auf dem Kirchberg befindet sich das weithin sichtbare Kirchberghäuschen. Die Idee zum Bau kam einigen Bensheimer Bürgern schon 1840. Sie waren der Meinung, dass der zu diesem Zeitpunkt noch unbebaute Kirchberg einen krönenden Abschluss haben sollte. Baubeginn war 1846 und 1857 wurde das Kirchberghäuschen als „Lusthaus“ mit großem Aufgebot eingeweiht. 1906 kam dann noch ein Restaurationsbetrieb dazu.
Etwa in der Mitte des Kirchberges wurden die Wanderfreunde von einem Unwetter überrascht. Ein Regensturm der sich gewaschen hatte fegte den Hang hoch. Die Wanderer, schutzlos dem Unwetter ausgesetzt, konnten nur noch zum Kirchberghäuschen flüchten und da war auch schon der Spuk vorbei. Teilweise völlig durchnässt, mit Wasser in den Schuhen, fiel uns Wanderführerinnen die Entscheidung nicht leicht, die Wanderung fortzusetzen. Nachdem ein kleiner Teil der Wanderfreunde den Rückweg antraten, wurde die Wanderung fortgesetzt und das war gut so, denn das Wetter wurde immer besser. Es ging an der kleinen, aber berühmten Weinlage „Herrenwingert“ vorbei. Die Grafen zu Erbach-Schönberg waren die früheren Besitzer. Die Weinbaudomäne Mainz übernahm 1923 einen Teil der Weinlage. Heute ist seit 1953 der gesamte, etwa 11 ha große Weinberg im Alleinbesitz des Bensheimer Staatsweingutes. Angebaut wird überwiegend Riesling. Abwärts ging es dann zum Schönberger Schloss. Es wurde erstmals 1303 als Burg erwähnt. Die Burg wurde zerstört und danach als Schloss wieder aufgebaut. Bis 1956 war es im Besitz des Fürsten und Grafen zu Erbach-Schönberg. Seit 1957 ist es ein Vorsorgeheim der Knappschaft, seit 1996 auch Bildungszentrum.
Weiter ging es abwärts nach Schönberg und über einen leicht ansteigenden Weg durch den Wald zum „Schönberger Kreuz“. Es wurde im Kriegsjahr 1915 von der Fürstin Marie zu Erbach-Schönberg geb. Prinzessin von Battenberg am Knodener Höhenweg errichtet. Das gut erhaltene Sandsteinkreuz ist als religiöses Zeichen auch bedeutendes historisches Mahnmal aus der Zeit des ersten Weltkrieges, in dem Verwandte der Schönberger Fürstin gegeneinander kämpften. Der Stamm des Kreuzes, ein ehemaliger Wegweiser hat darüber hinaus geschichtliche Bedeutung.
Über den Knodener Höhenweg ging es dann durch einen tiefen Hohlweg abwärts ins Lautertal, an der Lauter entlang nach Bensheim zur Schlussrast in die Gutsschänke Mohr.

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