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Ganztageswanderung am 18.11.2012  
[Einladung]

Hunsrück, Raum Stromberg

Wanderführer: Gertrud u. Oswald Adler, Gertrud u. Helmut Unger

Ganztageswanderung am 18. November 2012
Hunsrück: „Von der Stromburg zum Schweizerhaus“
Teilnehmerzahl: 50 Wanderfreunde
Langwanderung: 18 km, Kurzwanderung: 12 km

Bilderstrecke 18.11.2012

Ein verhangener Novembertag sollte es werden, als 50 Wanderfreunde nach Stromberg ins Guldenbachtal fuhren. Es ist die Stadt der drei Burgen, der drei Hügel, der drei Täler und die Stadt des „Deutschen Michels“. Von den drei Burgen, die vermutlich alle im 11. bis 13. Jahrh. erbaut wurden, liegen die Burg Gollenfels und die Burgruine Pfarrköpfchen etwas abseits unseres Wanderweges. Die Stromburg erhebt sich auf einem langgestreckten Bergsporn hoch über dem Zentrum der Stadt. Die erste sichere Erwähnung stammt aus dem Jahre 1287. Im dreißigjährigen Krieg wurde die Burg mehrmals erobert und während des Pfälzischen Erbfolgekriegs 1689 zerstört. 1977 bis 1981 wurden Teile der Burgruine saniert und zu einem Burghotel ausgebaut. Von der Burganlage sind noch die Schildmauer, der Bergfried, ein mächtiger Torturm sowie Teile des Berings und des Zwingers erhalten. Die Stromburg war auch die Heimat des „Deutschen Michels“, nicht zu verwechseln mit der sog. Spottfigur Deutscher Michel. Johann Michael Elias Obentraut wurde 1574 auf der Stromburg geboren. Hier verbrachte er seine Kindheit und Jugend, wo sein Vater, der Oberschultheiß Johann Bartel von Obentraut, als kurpfälzischer Amtmann residierte. Als Reitergeneral in dänischen Diensten erlangte er als „Deutscher Michel“ bekannter Offizier einen höchst ehrenvollen Ruf. Er starb 51-jährig auf dem Schlachtfeld von Seelze bei Hannover.
Als 1994 die Stadt Stromberg das Erbbaurecht der Stromburg neu vergab, erwarben es der bekannte Sternekoch Johann Lafer und seine Frau Silvia. Sie gaben ihr Restaurant „Le Val d`Or“ im benachbarten Guldental auf und eröffneten unter gewaltiger Kraftanstrengung und größtem persönlichen Risiko ihr Gourmetrestaurant „Le Val dOr“ auf der Stromburg. Heute verbirgt sich hinter den Mauern ein moderner Hotelbetrieb mit angegliedertem Landgasthof.
Der Bus brachte alle Wanderer zum Parkplatz an der Burg und mit wenigen Schritten befand man sich in den Mauern der großzügig angelegten Burganlage. Über einen roten Teppich kam man direkt zum Hotel und in Lafers Burggarten. Durch die einzigartige Höhenlage der Burg konnten die Wanderfreunde den Blick weit über die Wälder des etwas nebelverhangenen Hunsrücks genießen.
Die Langwanderung begann hier an der Burg, führte abwärts nach Stromberg und immer wieder leicht aufwärts über den Ort Warmsroth zum Parkplatz Steckeschlääferklamm. Die Klamm wurde von einer Wandergruppe aus Weiler, den Steckeschlääfern oder Stockschleifern benannt, die das Seitental des Morgenbachs bereits 1974 mit Holzstegen erschlossen. Besonderheit sind die über 60 geschnitzten Baumgesichter.
Hier begannen auch die Kurzwanderer. Am Ende der Klamm, sie war wegen der trüben Wetterlage etwas feucht und glitschig, traf man auf den Soonwaldsteig, der die Wanderer durch das romantische Morgenbachtal und dann aufwärts zum Schweizerhaus führte. Es ist seit 2002 Teil des „UNESCO-Welterbes Oberes Mittelrheintal“. Das Haus liegt auf einem Felsplateau etwa 130 m über dem Rheinufer und bietet einen herrlichen Blick auf das gegenüberliegende Assmannshausen und rheinaufwärts zum Binger Loch.
Prinz Friedrich Wilhelm Ludwig von Preußen ließ das Haus 1842 bis 1844 von Schweizer Arbeitern in Holzblockweise errichten. Der Prinz war seit 1823 Eigentümer der nahegelegenen Burg Rheinstein und ließ es als Gäste- und Ausflugshaus bauen. Name und Baustil waren für die damalige Rheinromantik zeitgemäß.
Die Wanderung führte weiter auf dem Soonwaldsteig, überquerte den Poßbach und stieg allmählich auf zum Aussichtspunkt „Damianskopf“ in 300 m Höhe. Anschließend verlief der Wanderweg abwärts über das Forsthaus Heiligkreuz zum aussichtsreichen Prinzenkopf und oberhalb Bingerbrück nach Weiler zur Schlussrast ins Gasthaus „Zur Sonne“.

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