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Halbtageswanderung am 05.06.2014  
[Einladung]

Rhein-Taunus, über den Neroberg

Wanderführer: Gertrud Adler, Marlies Hahn

Bilderstrecke 05.06.2014

Teilnehmer: 51 Wanderfreunde, davon 4 OWK-Gäste und 6 Gäste
Wanderstrecke: 9 km

Das Wetter war gut, als 51 Wanderfreunde am Nachmittag in den Rheintaunus fuhren, um eine Rundtour über den 245 m hohen Wiesbadener Hausberg, den „Neroberg“, zu machen. Die Bezeichnung „Neroberg“ als Anspielung auf die römische Vergangenheit Wiesbadens ist eine Erfindung des 19. Jahrhunderts. Wahrscheinlich leitet sich der Name aus dem schon im 13. Jahrhundert erwähnten „Nersberg“ (hinterer Berg) ab.
Unsere Wanderung begann an der Talstation der Nerobergbahn. Während ein großer Teil der Wanderfreunde den kurzen, zu Anfang steilen Anstieg zum Nerobergplateau hoch wanderten, bestiegen die restlichen Wanderer die denkmalgeschützte Bergbahn und fuhren in knapp 5 Minuten hoch. Hier wurde schon 1851 ein kleiner Bergpark angelegt. Ein nicht begehbarer Turm ist ein Überbleibsel des im 19. Jahrhundert errichteten Berghotels, das 1989 abbrannte. Heute ist hier ein Restaurant mit Gartenwirtschaft untergebracht. Neben dem Turm wurde eine Erlebnismulde angelegt, in der im Sommer verschiedene Veranstaltungen stattfinden. In der Nähe findet man einen Klettergarten. Von einer mit zwei Löwen flankierten Aussichtsterrasse hat man einen herrlichen Blick über Wiesbadens einzigen Weinberg, über die Villen des Nerotals bis nach Rheinhessen. Ein 1930 errichtetes Ehrenmal für im ersten Weltkrieg Gefallene befindet sich in unmittelbarer Nähe. Mittelpunkt des Bergparks ist ein 1851 im griechischen Stil errichteter Tempel „Monopteros“ mit schöner Aussicht. Unsere Wanderung führte am Opelbad mit Restaurant vorbei. 1934 stiftete Wilhelm von Opel den Bau des Freibades, das auf Grund seiner Lage als eines der schönsten in Deutschland gilt.
Abwärts kamen wir zur „Russisch-orthodoxen Kirche der Heiligen Elisabeth“. Sie ist im russisch-byzantinischen Stil mit fünf vergoldeten Zwiebeltürmen erbaut und wurde 1855 zu Ehren der Heiligen Elisabeth, der Mutter Johannes des Täufers, eingeweiht. Sie stellt eine Grabeskirche dar. Der nassauische Herzog Adolf gab den Bau für seine verstorbene Ehefrau Elisabeth in Auftrag. Die Herzogin war eine Nichte der Zaren Alexander I. und Nikolaus I.. Sie starb im Alter von 19 Jahren bei der Geburt ihres ersten Kindes und wurde mit ihrem toten Säugling in der Krypta der russischen Kirche beigesetzt.
Wladimir Putin besuchte im Oktober 2007 Wiesbaden. Damals wurden die fünf Kuppeln aufwendig gereinigt und für etwa 500.000 € neu vergoldet. Die russ.-orthodoxe Gemeinde Wiesbadens nutzt die Kirche bis heute für ihre Gottesdienste.
Unsere Wanderung führte um den angrenzenden russ.-orthodoxen Friedhof ins Dambachtal und leicht ansteigend zur „Melibokus-Eiche“. Wir trafen allerdings eine Neupflanzung an. Der Baum ersetzt eine 250 Jahre alte Eiche mit einem Umfang von 3,20 m, die nach einem Unwetter 2011 umstürzte. Die riesigen Baumteile liegen noch in der Nähe. Früher konnte man von dieser Stelle bis zum Melibokus schauen.
Weiter ging es leicht ansteigend über den Bahnholzer Kopf, über den Köglerweg am Naturschutzgebiet Rabengrund vorbei und abwärts zur Leichtweißhöhle im Schwarzbachtal, die aber geschlossen war. Sie hat ihren Namen vom Wilderer Heinrich Anton Leichtweiß, der sich in den Jahren 1789 bis 1791 in dieser Höhle versteckte. Es ging weiter abwärts durchs Schwarzbachtal zum Schlussrastlokal „Leichtweiss“.

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