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Ganztageswanderung am 21.09.2014  
[Einladung]

Rheinsteig, Lorch-Sauerthal-Kaub

Wanderführer: Gertrud u. Oswald Adler, Marliese u. Johannes Hahn

Herbstlicher Rheinsteig

Bilderstrecke 21.09.2014

Das schöne Wetter hielt bis Samstag an und für Sonntag war Regen angesagt. Trotzdem fuhren 35 Wanderfreunde mit dem Bus nach Lorch. Bei zunächst gutem Wetter begann die Langwanderung (19 km) zwischen Lorch und Sauerthal im Tiefenbachtal, einem Seitental des Wispertals. Unter ständigem Ansteigen, der Wanderweg wand sich um viele Felsnasen herum, wurde die Burgruine Waldeck erreicht und ein kurzer Aufstieg lohnte sich wegen der Aussicht. Sie war einst Stammsitz des Lorcher Rittergeschlechtes der Waldecke. Sie waren Hüter dieser Grenzburg, die vom Erzbistum Mainz gegen die Kurpfalz wahrscheinlich um 1200 erbaut wurde. Resttürme und ein Brunnen sind noch erhalten. Nach einer kurzen Pause am alten Burgbrunnen zwischen den Mauerresten ging es bergab und der beschauliche Erholungsort Sauerthal mit kleinem Friedhof wurde erreicht. Ein Gedenkstein erinnert an den Reichsgrafen Franz von Sickingen. Er war der Letzte seines Stammes und starb verarmt 1834. Die Burg seiner Vorfahren war die Sauerburg hoch über Sauerthal, die als kurpfälzische Gegenburg zur Waldeck um 1300 erbaut und 1685 durch französische Truppen zerstört wurde. Franz von Sickingen starb auf dem ganz in der Nähe liegenden Hof Sauerberg, der völlig verschuldet war. Noch einmal machte die Burg von sich reden, als ein als verschwenderisch geltender Reichsgraf und Geheimrat von Sickingen in Mainz von seinen Söhnen gefangen genommen, auf die Burg verschleppt und in einem Verlies jahrelang gefangen gehalten wurde. Er gilt als Urbild des alten Moor in Schillers „Räubern“. Die Burg, die teilweise wieder aufgebaut wurde, ist in Privatbesitz und kann nicht besichtigt werden.
Ab Sauerthal ging es steil aufwärts zur Sauerburg und weiter ansteigend am Hof Sauerberg vorbei. Mit weiten Rundblicken wurde der höchste Punkt in 396 m Höhe erreicht. Ab hier ging es wieder talwärts, es fing zu regnen an und durch den Wald wurde eine Schutzhütte hoch über dem Rhein mit verhangener Aussicht über Rhein und Hunsrück erreicht. Nicht alle Wanderer fanden Schutz vor dem Regen in der kleinen Hütte und so ging es nach einer verkürzten Pause oberhalb Kaub abwärts und in großem Bogen durch das Schenkelbachtal zum Rheinsteig direkt über dem Rhein. Weiter führte der Wanderweg mit Blick zum Rheingrafenstein durchs Niedertal abwärts zu einem Weinstand und nach Umrundung des Obertals erreichten die Wanderer den Aussichtsfelsen „Wirbeley“. Oberhalb Lorchhausen ging es im Bogen an der 100 Jahre alten „Clemenskapelle“ vorbei und in Serpentinen unterhalb der Burgruine Nollig - es fing wieder zu regnen an - abwärts nach Lorch zur Schlussrast ins Winzerhaus direkt am Rhein.
Die kurze Tour (12 km) begann in Kaub am Blücherdenkmal. Marschall Blüchers berühmter Rheinübergang bei Kaub in der Silvesternacht 1813/14 mit preußischen und russischen Truppen zur Verfolgung Napoleons ist in die Geschichte eingegangen.
Über einen Hochweg auf der mittelalterlichen Stadtmauer, hoch oben die Burg Gutenfels, auf einem Felsen im Rhein die ehemalige Zollburg Pfalzgrafenstein, kurz Pfalz genannt, aus dem 14. Jahrhundert, verließen die Kurzwanderer durch die Altstadtgassen Kaub. Auf dem Rheinsteig führte der Wanderweg unter ständigem leichten Ansteigen bis zum höchsten Punkt in 293 m Höhe. Ab hier ging es, wie bei der langen Tour talwärts. Es fing an zu regnen. Am Weinstand im Niedertal waren fast alle Tische und Bänke von Wanderern belegt. Nach einer ausgiebigen Pause, bei der der Rheingauer Wein schmeckte, ging es bei nachlassendem Regen über Lorchhausen zur Schlussrast. Auf der gegenüber liegenden Rheinseite grüßten Burgen und Schlösser, wie bei Oberwesel die Schönburg, in Höhe der Pfalz die Engelsburg, bei Bacherach die Burg Stahleck, bei Rheindiebach die Schlossruine Fürstenberg und bei Niederheimbach die Burg Hohneck, auch Heimburg genannt.
Eine abwechslungsreiche und trotz Regen schöne Wanderung klang im Winzerhaus aus.

35 Wanderer/innen, davon 18 Langwanderer und 17 Kurzwanderer
Langwanderer 19 km
Kurzwanderer 12 km

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