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Ganztageswanderung am 16.11.2014  
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Rheinhöhenweg, Mainz - Nierstein

Wanderführer: G. u. O. Adler, G. u. H. Unger

Rheinhessen: „Über die Höhen der Rheinterrasse“

Bilderstrecke 16.11.2014

Trotz Regen, der die ganze Nacht bis in die Morgenstunden noch anhielt, bestiegen 47 Wanderfreunde den Bus, fuhren nach Mainz-Laubenheim um eine weitere Etappe des „Rheinterrassenwegs“ zu erwandern.
Die lange Tour (19 km) begann auf der Laubenheimer Höhe. Man befindet sich hier auf dem steil ansteigenden Rheinhessischen Plateau in 196 m Höhe. Das günstige Klima und die Vielzahl der Sonnenstunden im Jahr sind hervorragende Bedingungen für den Weinbau an diesen Steillagen. Zunächst führte der Wanderweg am „Zöller Kreuz“ vorbei. Das fünf Meter hohe Holzkreuz, weit sichtbar über Laubenheim, stiftete der Laubenheimer Bürger Paul Zöller seiner Gemeinde 1979 als Wahrzeichen für den Frieden.
Zum Rhein hin erstreckt sich die Niederzone des Laubenheimer Rieds. Dieses Naturschutzgebiet liegt niedriger als der Rhein, wie auch der Ortskern, der 5 m unter dem Niederterrassenniveau des Rheins liegt. Sumpfland und zahlreiche Wassergräben sind ideal für Flora und Fauna.
Oberhalb Bodenheim wurde ein Abstecher zur Glockenberghütte gemacht. Der Verein „Bürger für Gau-Bischofsheim e.V.“ baute diese Weinberghütte. Einweihung mit Übergabe an die Gemeinde Gau-Bischofsheim war im September 2009. Ihre einmalig schöne Lage bietet nicht nur Schutz vor Wind und Wetter, sondern bei schönem Wetter einen prächtigen Panorama-Ausblick von der Frankfurter Skyline im Osten, über die Ausläufer des Odenwaldes im Süd-Osten bis tief hinein in die rheinhessische Hügellandschaft im Süden und Westen. An diesem Wandertag konnte man nicht so weit sehen. Nach einer ausgiebigen Rast mit Umtrunk ging es wieder abwärts zum „ Rheinterrassenweg“. An der Überquerung der Straße nach Gau-Bischofsheim fing auch die Kurzwanderung (11 km) an. Der weitere Wanderweg war für beide Wandergruppen der gleiche. Nach Überwinden einer Anhöhe mit Wegekreuz ging es abwärts in die Carl Zuckmayer-Stadt Nackenheim. Der Schriftsteller wurde hier 1896 geboren. Sein Theaterstück „Der fröhliche Weinberg“ ist eine Liebeserklärung an seine Heimat. Eine Büste am Rathaus erinnert an ihn.
Nackenheim ist eine zwischen Rebhügeln und dem Rhein gelegene Gemeinde, deren Weinberge vor mehr als 1250 Jahren erstmals urkundlich erwähnt wurden. Die beiden unter Naturschutz stehenden Binneninseln „Sändchen“ und „Kisselwörth“ trennen Nackenheim vom Rheinhauptstrom.
Die Wanderung führte an der Barock-Kirche St. Gereon vorbei, erbaut 1716, erweitert 1902. Durch die Weinbergstraße ging es dann aufwärts zur Rheinterrasse und über den Brudersberg wurde die Riesling-Hütte mit der „ schönsten Weinsicht Rheinhessens“ erreicht. Nach einer Rast ging es weiter über die noch herbstlich gefärbten Höhen und ab Flockenberg-Hütte führte der „ Rheinterrassenweg“ abwärts nach Nierstein in die historische Altstadt. Nierstein, an einer der landschaftlich schönsten Stellen der Rheinterrasse gelegen, ist mit knapp 1.000 Hektar Rebfläche eine der größten Weinbau betreibenden Städte am Rhein. Am berühmten „Roten Hang“ befinden sich Weinlagen von Weltruf.
Der Wanderweg führte an der katholischen Kirche St. Kilian vorbei. Sie liegt außerhalb des Ortskerns an den Weinbergen. Der Tor-Turm der Kirche ist romanisch, während das Turmobergeschoss mit der Zwiebelhaube und das einschiffige Langhaus aus dem 18. Jahrhundert stammen. Die „Glöck“ unterhalb der Kirche ist die älteste Weinlage Deutschlands. Über den mittelalterlichen Marktplatz, vorbei an der romanischen Martinskirche, ging es zur Schlussrast in den Gutsausschank Staiger. Hier fand eine abwechslungsreiche Höhenwanderung, bei der sich zwischendurch auch die Sonne zeigte, einen schönen Abschluss.

Teilnehmer: 47 Wanderfreunde, davon 13 Gäste

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